Oettinger Kammerorchester

Samstag, 23. Oktober 2021, 20:00 Uhr

Roman Strößner und Günter Simon, Violine
Harald Simon, Violoncello
Günter Simon, Leitung

A. Vivaldi: Konzert d-Moll RV 565 für 2 Violinen, Streicher und basso continuo
A. Glasunow:   Thema und Variationen für Streichorchester op. 97
F. Geminiani: Concerto grosso "La Follia"
W. A. Mozart:   Divertimento B-Dur KV 137

 

Abschlusskonzert der Oettinger Residenzkonzerte 2021: Oettinger Kammerorchester

Das Oettinger Kammerorchester unter Leitung von Günter Simon beendet traditionell die Konzertsaison der Oettinger Residenzkonzerte für das Jahr 2021. Am Samstag, 23. Oktober 2021 findet ein einstündiges Konzert um 20.00 Uhr im Festsaal der Residenzschlosses statt. Solisten des Abends sind Günter Simon und Roman Strößner, Violine und Harald Simon, Violoncello.

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Eröffnet wird der Abend mit dem Konzert d-Moll RV 565 für 2 Violinen, Violoncello und Streichorchester von Antonio Vivaldi. Es entstand spätestens 1711 und ist somit ein Musterexemplar des Barock. Johann Sebastian Bach war von diesem Werk so begeistert, dass er es für ein Konzert mit einem Tasteninstrument als Soloinstrument arrangierte.

Es schließen sich Thema und Variationen für Streichorchester op. 97 von Alexander Glasunow (1865-1936) an. Dieser Komponist verband die beiden russischen musikalischen Strömungen zwischen dem an westlicher Musik orientierten Tschaikowsky und dem „Mächtigen Häuflein“ um Rimski-Korsakow, das nationalrussische Musik präferierte. Das Werk enthält sechs Variationen über ein Thema, das an russische Choralmusik erinnert.

Der Ruf von Francesco Geminiani (1687–1762) ist immer von Corelli, dessen Schüler er war, überschattet worden. Geminiani war allerdings einer der besten Geiger seiner Zeit und komponierte viele Werke, vor allem für Violine. Er lebte fast sein ganzes Leben lang in London. 1727 veröffentlichte er zwei Sätze der Concerti Grossi, arrangiert aus Corellis Opus 5, das auch „La Folia“ einschloss. La Folia – Die Verrücktheit – ist eines der berühmtesten Variationenthemen in der Musikgeschichte. Geminani behält in seiner Interpretation den virtuosen Geigenteil von Corelli fast vollständig bei. Allerdings fügt er einen zweiten Sologeigenteil auf geniale Weise bei. Das Werk ist durch den Kontrast zwischen Tutti- und Soloteilen geprägt.

Zum Abschluss des Konzertabends erklingt eine der drei „Salzburger Sinfonien“ von Wolfgang Amadeus Mozart, das Divertimento B-Dur KV 137. Mozart gab sich alle Mühe, seinen fürstlichen Dienstherren zu beeindrucken, und zwar durch den neuesten italienischen Stil, den er von seinen Reisen nach Mailand, Venedig und Rom in die Heimat mitbrachte. Deshalb sind Anklänge an Opernarien sicher nicht zufällig.

Der Eintritt für dieses Konzert beträgt 20,00 Euro (Mitglieder 14,00 €, Studenten und Menschen mit Behinderung 11,00 €). Für Schüler ist wie immer der Eintritt frei, allerdings ist auch hier eine Sitzplatzreservierung nötig. Informationen und Karten sind erhältlich bei der Tourist-Information Oettingen, Tel. 09082-70952. Bitte beachten Sie, dass am Konzerttag die Vorlage des Nachweises der 3 G plus-Regeln (geimpft, genesen, mit PCR-Test getestet) für alle Zuhörer nötig ist und kontrolliert wird. Maskenpflicht ist auf dem Sitzplatz nicht mehr nötig. Einlass ist ab 19.00 Uhr.