Martin Stadtfeld und Heidelberger Sinfoniker

Samstag, 18. September 2021, 18:00 Uhr & 20:00 Uhr
Solist: Martin Stadtfeld, Klavier
Leitung: Timo Jouko Herrmann

Mozart Klavierkonzerte KV 238 B-Dur und KV 246 C-Dur, u.a.  


Bereits zum dritten Mal wird der Pianist Martin Stadtfeld zu Gast bei den Oettinger Residenzkonzerten sein: Am Samstag, 18. September 2021, finden zwei je einstündige Konzerte statt, um 18:00 Uhr und um 20:00 Uhr, zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder im Festsaal der Residenzschlosses. Begleitet wird Martin Stadtfeld von den Heidelberger Sinfonikern, die Leitung hat Tim Jouko Herrmann inne.

PERSONALIA:
Mitreißende Spielfreude, eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und ihr ebenso spannungsreicher wie differenzierter Aufführungsstil sind Markenzeichen der Heidelberger Sinfoniker. Ihren Schwerpunkt haben sie auf die Wiener Klassik und frühe deutsche Romantik gesetzt, wobei sie sich gleichzeitig intensiv mit den Werken der Mannheimer Schule und der Vorklassik beschäftigen. Der Interpretationsstil des Orchesters wurde entscheidend geprägt von einer Schulung in historischer Aufführungspraxis bei Nikolaus Harnoncourt und ausgefeilt in der Probenarbeit des ehemaligen Dirigenten Thomas Fey, der sich wegen eines Unfalls aus der Musikwelt zurückziehen musste. Die Heidelberger Sinfoniker arbeiten mit weltweit renommierten Solisten wie Fazil Say, Martin Stadtfeld, Haiou Zhang, Ragna Schirmer, Carolin Widmann, Maximilian Hornung, Rudolf Buchbinder, Thomas Zehetmair, Giuliano Carmignola u. a. Tourneen führten das Orchester in viele Länder Europas, ebenfalls nach Südamerika und nach Japan. Besonders durch ihre mehr als 50 CD-Aufnahmen, vor allem für das Label hänssler CLASSIC, haben die Heidelberger Sinfoniker in den letzten Jahren Aufsehen erregt – etliche Aufnahmen erhielten internationale Auszeichnungen.
Das Orchester spielte seit dem Ausscheiden von Thomas Fey unter der Leitung seines Konzertmeisters Benjamin Spillner oder unter Dirigenten wie Michael Hofstetter, Timo Jouko Herrmann, Stefan Klingele, Sebastian Tewinkel, Reinhard Goebel und Frieder Bernius. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Johannes Klumpp der neue künstlerische Leiter der Heidelberger Sinfoniker.

Heidelberger SinfonikerChristian Bartle Fotografie

 
PROGRAMM:
Zur Aufführung kommen zwei Klavierkonzerte von W.A. Mozart aus seiner Salzburger Zeit. Das Konzert B-Dur KV 238 von 1776 hat einen eher unterhaltsamen Charakter. Leopold Mozart hat seinen Sohn immer wieder ermuntert, "populär" zu komponieren. Das aus dem gleichen Jahr stammende "Lützow"-Klavierkonzert C-Dur KV 246 ist der Gräfin Antonia Lützow gewidmet, der Nichte des Salzburger Erzbischofs Colloredo. Dieses Konzert ist spieltechnisch eher einfach gehalten, da Mozart den Klavierpart an die weniger routinierte Fingerfertigkeit der Gräfin anpassen musste. Beide Klavierkonzerte wurden 1776 in München mit Mozart am Klavier uraufgeführt. Vermutlich wurde die zusätzlich auf dem Programm stehende Sinfonie d-Moll des Komponisten Peter von Winter auch in München komponiert. Der bei der Mannheimer Hofkapelle unter Kurfürst Karl Theodor tätige Komponist zog nämlich mit dem ganzen Hof nach München um in die neue Residenz. Die Mannheimer Hofkapelle hatte im 18. Jahrhundert den Ruf, das beste Orchester Europas zu sein. Fast alle Orchestermusiker waren auch Solisten und Komponisten.